Das Unsichtbare
- beatriceschlapbach
- 29. Juli
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 4. Aug.
Es gibt Dinge, die wir sehen.
Ein Glas Kombucha, eine Papierfigur, ein Stück Seife.
Und dann gibt es das, was verborgen bleibt.
Im Glas arbeiten Milliarden kleiner Lebewesen. Wir sehen sie nicht und doch verändern sie alles.
Eine Figur entsteht nicht erst in dem Moment, in dem sie Form annimmt. Lange vorher war sie nur eine leise Idee, ein Gedanke, eine Ahnung, eine Geschichte in einer Zeitung.
Auch zwischen Menschen gibt es vieles, das unsichtbar ist.
Vertrauen, Mut, Zweifel, Freude.
Wir können sie nicht anfassen und doch prägen sie unsere Begegnungen.
Vielleicht richten wir unseren Blick oft zu sehr auf das Sichtbare-
auf das fertige Ergebnis.
Auf das, was wir messen, vergleichen oder fotografieren können,
dabei beginnt vieles lange vorher.
Im Verborgenen.
Vielleicht liegt genau darin die Faszination der Fermentation, oder des Gestalten.
Nicht nur, weil etwas Neues entsteht, sondern weil sie uns daran erinnert, dass Entwicklung oft dort beginnt, wo wir nichts sehen.
Vielleicht gilt es auch für uns.



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